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Mittwoch, 24. April 2013

Horsenality Konflikt

Tolle Überschrift, oder? Durch eines meiner Pferde habe ich gemerkt, dass es das wirklich gibt, sein Profil auf Parelli connect habe ich immer wieder anpassen müssen, was die Horsenality betrifft. Aber eigentlich ist es ganz klar: RBI/ LBE. Gegensätzlicher kann es nicht sein und obwohl es ja Pferde gibt, die in mehreren Horsenalities zu Hause sind, so sind das angrenzende Quadranten wie z.B. LBI/ LBE oder LBE/ RBE, usw. Aber diagonal. Das Gegenstück wäre ja ein RBE/ LBI oder umgekehrt. 

Wie kann es so etwas überhaupt geben? 
Die Persönlichkeiten von Pferden -also Horsenalities- entwickeln sich, dafür sind bestimmte Merkmale verantwortlich:
  1. angeborene Charaktereigenschaften
  2. Gelerntes Verhalten
  3. Umgebung und deren Einflüsse
  4. Spirit. Das ist sozusagen das Zünglein an der Waage und bestimmt, wie stark die einzelnen Elemente ausgeprägt sind
Wenn man die einzelnen Merkmale isoliert und das Pferd jeweils dort einschätzt, so kommen u.U. viele Unbekannte heraus. Ein Pferd, welches man nicht von Fohlen an hat, ist bereits geprägt worden und vor allem gelerntes Verhalten und die Umgebung in die das Pferd war/ ist, sind Faktoren, die bereits eine grosse Rolle auf das Pferd gespielt haben und die u.U. unbekannt sind.
Diese Aspekte können einen starken Einfluss haben, so dass sich Eigenschaften entwickeln, die so gar nicht zu angeborenen Charaktereigenschaften passen. 
Das kann uns als Menschen auch passieren. Wenn wir selber eher extrovertiert sind und eine Bürotätigkeit haben, so findet auch hier eine Anpassung unserer eigentlichen Charaktereigenschaften statt. 

Interessanterweise kann man diese diagonalen Horsenalities bei besonders begabten Pferden erleben. 

Die Herausforderung liegt darin, die Strategien anzupassen, je nachdem, welche Horsenality sich gerade zeigt. Das gilt natürlich für alle, deren Pferde in mehreren Horsenalities zu Hause sind. 
Die Gefahr ist, den Weg aus den Augen zu verlieren. Schnell sieht man sich in der Situation, mehrheitlich zu reagieren, anstatt zu agieren um die jeweilige Horsenality zu bedienen.
Grosse Disziplin ist gefragt, immer wieder zum Weg zurückzukommen. 
 
Aber wie bleibe ich auf dem Weg?

Dazu fallen mir 2 Zitate von Pat ein:
"Play with the horse that shows up" und "Cause your idea to become the horse’s idea, but understand the horse’s idea first."

Ich vergleiche es mit einem Weg, den man geht. Wie kann ich bei solchen Pferden auf dem Weg bleiben? 
Eigenverantwortung und Disziplin. 
Bildlich gesprochen: "Einfach auf dem Weg bleiben, Schlenker sind erlaubt aber KEINE Abzweigungen".

Der Weg ist das Ziel, die Konsistenz.
Der Schlenker sind die Strategien, die ich (ge-)brauche, wenn ich reagiere. 
Die Abzweigung ist das Salz in der Suppe, die Variation.

Den Weg, den ich begehe kann dabei ein kleiner Pfad sein oder eine breite Strasse. 
Ein Pfad erlaubt mir wenig Schlenker. Alles ist stabil, hier wird es Zeit Abzweigungen zu nehmen um kreativ zu sein, trotzdem kehre ich immer wieder auf den Pfad zurück. Das ist eine Strategie, die für LB Pferde gilt.

Eine breite Strasse erlaubt mir Schlenker. Der gerade Weg ist durch die Schlenker instabil und es mangelt an Konsitenz. Variationen (Abzweigungen) zu nehmen macht gar keinen Sinn. Es heisst also, die Breite der Strasse zu definieren. Das hängt davon ab, wieviele Schlenker ich einbauen muss. Selbst wenn es rechts und links geht, ich bleibe immernoch auf meiner breiten Strasse und ich bin sicher durch die Konsistenz wird die Strasse immer schmaler, bis sie ein Pfad wird. Das gilt für RB Pferde. 

Braucht Euer Pferd einen Trampelpfad oder einen breiten Highway?

In dem Sinne: Stratgien anpassen, wenn nötig, aber immer auf dem rechten Weg bleiben und nicht im Strassengraben landen und bevor der Pfad langweilig wird, nehmt eine Abzweigung. 





Montag, 24. September 2012

Phasenbewusstsein, 08. September 2012

Was für ein toller Tag.....Das Wetter spielte mit und wir waren eine nette Gruppe mit interessierten TeilnehmerInnen zum Thema "Phasenbewusstsein". Im Theorie-/ Simulationsteil haben wir zusammen überlegt, was "Phasen" bedeuten. Nicht nur technisch, sondern wie sie umgesetzt werden, was Phasen je nach horsenality und Level (Mensch und Pferd) bedeuten und wie welche "Randbereiche" dieses Thema noch betrifft (Lernstadien, Verbesserung von Phasen, Effizienz, Phasen zerlegen, usw.).

Ausserdem hatten wir noch unverhofften Besuch von Monika (Sattelmessungen) und Adrian (Parelli 4**** Instruktor).
Hier ein paar tolle Bilder, die freundlicherweise Nadia und Nicole gemacht haben. Danke an Euch Beide !!!!



Montag, 3. September 2012

Parelli Wochenende in Schmalenberg, 01./02. September 2012

Am Freitag Abend ging es los in die Südwestpfalz nach Schmalenberg. Eine ca. 3-stündige Fahrt führte mich in den wunderschönen Pfälzer Wald. Meine Unterkunft stellten freundlicherweise Anna und Diana in ihrem Haus. Am Samstag morgen ging es dann nach dem Frühstück frisch gestärkt los. "Frisch" war das Stichwort, was jedenfalls in der ersten Tageshälfte dominierte. Ich war so überrascht von den Temperaturen, dass ich Handschuhe und Wollmütze trug. Nachmittags wurde es aber wärmer.
Am ersten Tag durfte ich alle Pferd-/ Menschpaare kennenlernen. Es gab nicht nur eine grosse Vielfalt in Farben und Rassen (Zweibrücker, englisches Vollblut, Berber, Quarter, Pony, American Saddlebred, Pinto, Freiberger und Araber) sondern auch in Horsenalities. Jedes Paar hatte ein sehr individuelles Ziel, auf das wir gemeinsam fokusiert haben. 
Zum Mittagessen haben wir uns gemeinsam getroffen. Die TeilnehmerInnen haben tolle Salate, Dips und Kuchen vorbereitet und ich war stets bestens mit Essen und Getränken versorgt :-)
Der nächste Tag war freundlicher und wärmer, so dass ich Handschuhe und Mütze wieder versorgen konnte :-)))))
Auch hier konnten die TeilnehmerInnen wieder entscheiden, wie sie den 2. Tag gestalten wollen. Meist intensivierten sie den 1. Tag, bzw. haben sich für ein ergänzendes Thema entschlossen. 
Am Nachmittag war dann die letzte Unterrichtseinheit vorbei und es gab eine gemeinsame Nachbesprechung. 
Dieses Wochenende hat wieder einmal gezeigt, wieviel man erreichen kann, wenn man den Grundsatz "Setze die Beziehung an erster Stelle" verinnerlicht. Das kann aber auch bedeuten, dass man selbst und auch das Pferd immer wieder emotional und mental "geprüft" wird und wir immer wieder die eigene Komfortzone verlassen, was nicht unbedingt angenehm sein muss. Nur so können wir unsere und die Komfortzone unseres Pferdes erweitern.
Dazu fällt mir mein Lieblingszitat von Aldous Huxley ein:
" Experience is not what happens to you. It is what you do with what happens to you".

Hier geht es zu den Bildern.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Parelli Sattelinfoabend, 02.06.2012

Es war ein toller Abend bei bestem Wetter. Der Abend war aufgeteilt in 3 Teile: Theorie und Simulationen zum Sattelfit, Sattelaufbau. Worauf sollte man achten? Wie empfindet mein Pferd mich und den Sattel? Danach konnte jeder mit dem neugewonnenen Wissen seinen eigenen Sattel begutachten und einschätzen.
Es gab die Möglichkeit, Parellisättel probezusitzen und auch den eigenen Sattel in Verbindung mit einem Airpad zu probieren.
Am Schluss gab es auf Wunsch eine Demo, wie ein Pferd -in dem Fall Estrela- sich mit einem Parellisattel in Kombi mit einem Airpad bewegt.
Danke an alle Studenten, die da waren für ihr Interesse und die Motivation.

Hier gibt es ein paar Bilder vom Abend.

Montag, 28. Mai 2012

Einsteiger Mini-Workshop

Tolles Wetter, tolle Studenten. Was will man mehr bei einem Mini-Workshop. Nach Simulation rund um das Handling vom Equipment ging es dann los mit der praktischen Umsetzung mit dem Pferd. Ein sehr interessanter Mini-Workshop und ich freue mich, dass immer mehr Sportreiter den Weg zu Parelli natural horsemanship finden. Die Zielsetzung der einzelnen Teilnehmerinnen war unterschiedlich (Abwechslung, bestimmte Herausforderungen, mentale Stimulation). Letztendlich verfolgen aber alle das gleiche Ziel vom "Happy Athleten". Denn nur ein Pferd, welches ausgeglichen und zufrieden ist, ist in der Lage den Anforderungen einer Prüfung emotional, mental und physisch gewachsen zu sein.



Montag, 2. April 2012

Parelli Mini workshop in Marzell, April 2012

Hier ein paar Eindrücke vom Miniworkshop "Freestyle core" in Marzell. Es war ein toller Tag und hat sehr viel Spass gemacht. Aber wie soll es auch anders sein bei so vielen gut gelaunten, motivierten Studenten und Studentinnen, tollen Gastgebern und einem super Wetter in einer traumhaften Umgebung. Seht selbst und geniesst.
Danke an alle, die dabei waren !!!

Link mit "Ersatzmusik" (für alle Nutzer in Deutschland):


Link mit Originalmusik:


Dienstag, 20. März 2012

Liberty Kurs mit Adrian Heinen****

Es war wieder ein toller Kurs mit vielen Erkenntnissen -Schöne und weniger Schöne-, denn die Wahrheit ist ja nicht immer schön und bei Liberty kommt die Wahrheit ganz ungeschönt auf den Tisch.
Ich selber habe beim Assistieren viel dazu gelernt und bekanntlich lernt man nie aus.
Es gibt ja keine schlechten Erfahrungen. Sie sind immer nur dann schlecht, wenn man nichts aus den gewonnen Erkenntnissen macht.
Ich denke, dass es eine wichtige Erfahrung für alle TeilnehmerInnen ist, dass Liberty nicht beginnt, wenn das Halfter weggenommen wird, sondern in dem Moment, wo ich meinem Pferd den Knotenhalfter anlege.
Liberty ist der Prüfstein, On line die Grundlage und Grundlagen kann ich prüfen und nicht umgekehrt. Anders gesagt: prüfe nur das, wo die Grundlagen vorhanden sind. Liberty is kein Teaching Savvy, sondern on line.

Eine sehr schöne und motivierende Erkenntnis der TeilnehmerInnen war auch, dass für Liberty nicht ein Roundpen oder freie Halle/ freier Platz benötigt wird, sondern dass man Liberty eben auch On line spielen kann und sollte. "Spiele On line als ob Du Liberty bist und Liberty als ob Du On line bist" wurde so viel deutlicher.

Die 8 Prinzipien von Parelli natural horsemanship kamen mir in vielen Situationen oft in den Kopf und damit auch die Wichtigkeit, diese immer wieder bei sich selbst zu prüfen.

Wie gut kennst Du selbst die 8 Prinzipien von Parelli natural horsemanship, verstehst sie und setzt sie um? Wie gut ist Deine Grundlage im Savvy On line? Denn damit beginnt Liberty oder anders gesagt der "On line Grundlagen Beweis".....